• Peace Garden

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    Durch das Anlegen von Friedensgärten können wir innere und äußere Friedens- und Heilarbeit betreiben. Am Strand von Litibu im Bundesstaat Nayarit in Mexico existiert ein solcher „Peace garden“ auf Spanisch „Jardín de la paz“ genannt. Es ist ein herrlicher Platz auf einem Grundstück innerhalb einer nordamerikanischen Öko – Gemeinschaft.

    Als die Frau von Salvator, einem Mitglied der Gemeinschaft vor 10 Jahren starb, beschloss er in Erinnerung an sie, aus seinem Grundstück am Meer, das ein Teil der Gemeinschaft ist, einen Peace Garden anzulegen. Er machte diesen öffentlich zugänglich und widmete ihn der „Mindfulness“. In dieser Gegend in Mexiko in der Nähe von Puerto Vallarta sind solche Meeresgrunstücke von einem astronomischen Geldwert und als Privatgrundstücke normalerweisefür die Öffentlichkeit gesperrt.

    Der Peace garden ist eine Oase der Schönheit und des Friedens, mit wunderbaren Pflanzen, Steinen, Skulpturen, Brunnen, etc. und 5 verschiedenen Plätzen zum Verweilen. Jeder dieser Plätze ist einem Element gewidmet aus der 5 Elementelehre der Traditionellen Chinesischen Medizin: Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall. An jedem dieser Plätze können wir eine ganz eigene Energiequalität erspüren und es öffnen sich uns neue Blickwinkel auf die Landschaft und das Meer, und im übertragenen Sinne, auf das eigene Leben oder auf ein Thema mit dem wir uns gerade beschäftigen.

    Im Zentrum des Peace gardens, befindet sich eine Palapa, ein mit Stroh überdachter Meditations-, Yoga-, etc. platz. Seit 3 Wochen meditiere ich fast täglich am Morgen an diesem Ort. Gemeinsam oder alleine. Beides ist wunderbar. Im Hintergrund, ewiges Meeresrauschen. Meine Erfahrung ist das Eintauchen in einen tiefgründigen Heilungs- und Transformationsprozess. Zentrierung findet statt. Meine anfänglich wirren Gedanken begannen sich zu ordnen ohne dass ich etwas (dazu) TAT. Meditation ist das Gegenteil von TUN, das Loslassen von allen (einschränkenden) Gedanken, das SEIN im Moment das so wunderbar und wirksam und befreiend ist.

    Auch die Arbeit im Peace Garden, mit den Pflanzen und Steinen, das Fegen und Zusammenräumen ist ein Teil der Meditation. Durch die Arbeit mit der Erde findet eine Verbindung in uns selbst mit der Erde statt, und die körperliche Arbeit bringt uns ins Hier und Jetzt.

    Oft glauben wir ja angesichts aller unserer täglichen Erledigungen und Tätigkeiten einfach keine Zeit für Mediation zu haben. Keine Zeit für Innenschau. Wenn wir immer nur im Tun sind, was ja in den Europäischen und Nordamerikanischen Breiten einen sehr hohen gesellschaftlichen Wert darstellt, dann entspringt unser Tun aus dem Tun selbst. Oft verselbständigt sich das Tun dann und wir tun um des Tuns Willens. Die Verbindung zu uns selbst wird gekappt, die Sinnstiftung für unser Tun geht verloren.

    Wie anders wäre und ist es, wenn das TUN wieder aus unserem innersten SEIN entspringt. Wenn wir wieder in diese Verbindung mit dem innersten Wesen, unserer Seelennatur treten. Da entsteht eine ganz neue Art und Weise, eine kraftvolle Motivation des Tuns das direkt aus dem Sein entspringt. Das ist pure Kreativität. In der Meditation finden wir Klarheit und Verbundenheit, wir empfangen Eingebungen durch unsere Intuition. Dadurch entsteht eine andere, neue und kreative Art der Aktivität und des Wirkens.

    Warum ist es so wichtig, dass wir Gärten des Friedens schaffen? Wenn wir uns auf den Frieden, die Stille und die Schönheit eines solchen Gartens einlassen, kann eine tiefgründige Heilung und Transformation in uns selbst stattfinden. Indem wir uns mit dem Frieden eines solchen Platzes verbinden, können wir diesen friedvollen Platz auch in uns selbst wieder finden. Von diesem inneren Ort des Friedens und der Verbundenheit können wir uns ganz neue Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten für unser eigenes Leben eröffnen. Friedensgärten können überall auf der ganzen Welt von uns geschaffen werden. Es braucht nicht immer viel Geld dazu. Hauptsächlich Initiative und Tatenkraft.

    Wir können unsere eigenen Gärten oder Teile von Grundstücken einfach einem Peace Garden widmen. Friedensgärten können zum Beispiel auch in Gemüsegärten oder in Gemeinschaftsgartenprojekte mit eingebunden werden. Die Arbeit an einem Peace Garden macht Spaß, bringt Menschen zusammen und verbindet uns durch die Arbeit in der Natur und mit den Pflanzen wieder mit der Erde und uns selbst. Der Kontakt mit der Erde ist dadurch ein wesentlicher Bestandteil der äußerlichen und inneren Friedensarbeit.

    Viel Spaß bei der Gestaltung des eigenen Peace Garden Projekts!

    Und Danke dir, Salvator, für die Inspiration! „

    Entering the garden, I see my true nature. In its reflection my heart is at peace!“

     

     

     

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